Alfa Romeo zeigt als erstes Formel-1-Team sein echtes F1-Auto für die Saison 2023. Launch mit Andreas Seidl als neuem Teamchef in Hinwil und Zürich.
Die Formel-1-Vorsaison ist in vollem Gange. Doch es dauerte bis zur vierten Team-Präsentation, bis endlich ein F1-Auto gezeigt wurde, das tatsächlich Veränderungen zum Boliden des Vorjahres aufweist. Alfa Romeo gab am Dienstag einen Ausblick auf die kommende Saison und zeigte im Gegensatz zur Konkurrenz, die bisher nur neue Lackierungen auf ihren alten Boliden zur Schau stellten, mit dem C43 erstmals sein neues Auto.
Die Präsentation wurde auf zwei Standorte aufgeteilt. Die eigentliche Enthüllung des Fahrzeugs fand in Hinwil statt, wo Valtteri Bottas und Guanyu Zhou das Fahrzeug freilegten. Als zweiten Standort nutzte der zukünftige Audi-Rennstall das SRF-Studio in Zürich, wo zuerst Interviews mit den Team-Verantwortlichen Alessandro Alunni Bravi und Jan Monchaux durchgeführt wurden. Später stießen Bottas, Zhou und Sauber-Ersatzfahrer Theo Pourchaire dazu. Auch der designierte Geschäftsführer Andreas Seidl war bei der Präsentation in Zürich anwesend.
Besonders auffällig war bei dem Alfa Romeo C43 die aggressive Konstruktion im hinteren Teil des Fahrzeugs. Dabei orientierte sich das Team vor allem an dem letztjährigen Vorbild von Red Bull, ein Muster das sich auch an den Seitenkästen fortsetzt. Die Kühlöffnungen sind breiter als noch im Vorjahr, während die gesamte Motorabdeckung ebenfalls deutlich breiter angelegt ist.
Der Seitenkasten weist ein stark überarbeitetes Profil auf, das deutlich angriffiger wirkt als noch das Konzept der Formel-1-Saison 2022. "Dieses Auto ist eine Weiterentwicklung des letztjährigen Autos, das die neuen Regeln widerspiegelt und in den Bereichen, in denen wir Verbesserungsbedarf sahen, wesentliche Änderungen aufweist", erklärte Technikchef Jan Monchaux die Umgestaltungen am Chassis. Er selbst beschrieb das Aussehen des Boliden als "böse".
Optisch unterscheidet sich der Alfa Romeo C43 auch vom Farbdesign her deutlich von seinem Vorgänger. Die rot-weiße Farbkombination aus dem Vorjahr wurde durch eine rot-schwarze Kombi ersetzt. 2022 waren lediglich die Nase und einige Elemente am Heck in schwarz gehalten, in diesem Jahr zieht sich die Farbe über den gesamten Boliden. Die Nase, das Monocoque, sowie die Motorabdeckung bleiben größtenteils rot. Der Heckflügel hingegen ist 2023 ebenfalls in schwarz gehalten.
Alfa-Sauber musste sich nach dem Ende der Formel-1-Saison 2022 umstrukturieren. Während der Mannschaft aus Hinwil mit Zhou und Bottas beide Fahrer erhalten bleiben, verließ Frederic Vasseur den F1-Rennstall und wechselte zu Ferrari. Als Nachfolger wurde Andreas Seidl ins Team geholt, der aber offiziell den Posten als Sauber-Geschäftsführer übernimmt, welcher nicht deckungsgleich mit den Aufgaben Vasseurs ist.
Der Italiener Alessandro Alunni Bravi übernahm offiziell die Rolle als Teamrepräsentant an der Strecke, während Seidl vor allem aus der Fabrik in Hinwil aus die Geschicke bei Sauber leiten wird. Die Führungsriege des Schweizer Rennstalls komplettieren Jan Monchaux als Technischer Direktor, Xevi Pujolar als Chefingenieur, sowie Beat Zehnder als Sportdirektor.
Team-Repräsentant Alunni Bravi sagte zum Wagen-Launch: "Ein Auto zum Leben zu erwecken ist ein langer Prozess, der alle Abteilungen eines Rennteams berührt, daher ist es ein Moment großen Stolzes, es heute zu enthüllen. Wir haben uns dafür entschieden, dies vor unseren Fans in der Nähe unserer Heimat zu tun, denn die Vorstellung eines neuen Autos ist nicht nur ein Moment, in dem man seine Ziele für die kommende Saison darlegt: Es ist auch ein Moment, in dem man den Menschen, die einen unterstützt haben, etwas zurückgeben kann".
"Unser neues Auto ist das Ergebnis monatelanger Arbeit, aber der heutige Tag ist erst der Anfang einer Reise: Wir müssen weiter hart arbeiten, mit Demut und Hingabe, um Leistung auf die Strecke zu bringen. Jeder im Team ist diesem Ziel verpflichtet, und ich bin zuversichtlich, dass wir die Früchte unserer Arbeit ernten werden", fügte er hinzu.
Alfa Romeo gab auch bekannt, dass man den Shakedown zur Formel-1-Saison 2023 am Ende dieser Woche abhalten wird. Als Austragungsort für diese erste Ausfahrt des C43 wurde Barcelona genannt. Die offiziellen Formel-1-Testfahrten gehen vom 23. bis zum 25. Februar in Bahrain über die Bühne. Spätestens dann wird Alfa Romeo auch die letzten Geheimnisse, wie etwa am Unterboden seines Autos lüften. Denn diese Fahrzeug-Bereiche hielt man bei der Enthüllung des neuen Boliden noch im Dunkeln.
Technische Daten Alfa Romeo C43 - Chassis
Technische Daten Alfa Romeo C43 - Getriebe
Technische Daten Alfa Romeo C43 - Motor
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